Geschrieben von Jeppe – Surfblogger und 5 Jahre lang Rettungsschwimmer an der dänischen Westküste. Mehr über Jeppe.
Wenn du das Surfen an der Nordsee gewohnt bist, fühlen sich die Kapverden wie eine andere Welt an: Wasser warm genug für Boardshorts, kraftvolle Riffbreaks und deutlich weniger Leute im Lineup.
Die Inseln sind aber auch abgelegener und anspruchsvoller als die meisten europäischen Ziele. Dieser Guide zeigt dir, was dich erwartet – und ob die Kapverden der richtige Trip für dich sind.

Warum die Kapverden?
Die Kapverden liegen vor der Westküste Afrikas und sind als Surfziel weniger erschlossen als Marokko. Das heißt: weniger Andrang, aber auch weniger Optionen für Anfänger. Die Kultur verbindet afrikanische und portugiesische Wurzeln, und die Inseln fühlen sich ruhiger und abgeschiedener an als das europäische Festland.
Die Wellen auf den Kapverden
Die Kapverden sind vor allem für kraftvolle Riffbreaks wie Ponta Preta bekannt. Die Bedingungen sind:
- schneller und technischer
- stärker davon abhängig, dass Swell und Wind zusammenpassen
- weniger verzeihend als die meisten Spots in Europa
Im Vergleich zu Portugal bekommst du kraftvollere Wellen, weniger Surfschulen und weniger Ausweichmöglichkeiten, wenn die Bedingungen nicht passen.
Für wen passen die Kapverden?
- Fortgeschrittene bis erfahrene Surfer
- Surfer, die sich auf Riffbreaks wohlfühlen
- Reisende, die einen leeren, ungewöhnlicheren Surftrip suchen
👉 Bist du noch am Lernen, sind Taghazout oder die Kanaren die bessere Warmwasser-Wahl.
Beste Reisezeit
November bis März bietet die besten Bedingungen für die Riffbreaks – damit sind die Kapverden eine starke Winterflucht aus Deutschland. Mehr Winterziele findest du in unserem Guide zum Surfen im Winter.
Wassertemperatur und Neoprenanzug
- Wasser: ca. 21–23 °C im Winter, im Sommer wärmer
- Die meisten brauchen keinen Neoprenanzug
- Lycra oder Boardshorts reichen meist – ein dünnes Top kann gegen Wind und Riff helfen
Anreise
Die meisten Flüge gehen auf die Insel Sal – je nach Abflughafen in Deutschland direkt oder mit Umstieg. Rechne mit insgesamt rund 6–10 Stunden Reisezeit. 👉 Die Kapverden sind eher ein richtiger Surftrip als ein schneller Kurzurlaub.
Reisestil
Die Kapverden sind weniger strukturiert und unabhängiger als Taghazout. Es gibt weniger Surfcamps und Angebote für Anfänger, du surfst also meist auf eigene Faust. Das passt zu Surfern, die selbst planen und die Bedingungen lesen können.
Bedingungen und Sicherheit
Riff statt Sand, schnellere und kraftvollere Wellen und teils stärkere Strömungen. 👉 Nichts für Anfänger oder Surfer ohne Riff-Erfahrung. Frisch vor der Reise deine Sicherheitsregeln auf (auf Englisch).
Kosten
- Unterkunft: ca. 400–900 € pro Woche
- Essen: mittleres Preisniveau
- Flüge: meist teurer als nach Marokko
👉 Dafür bekommst du weniger Andrang und höhere Wellenqualität, wenn die Bedingungen passen.
Häufige Fragen – Surfen auf den Kapverden
Sind die Kapverden gut für Anfänger?
Meist nicht. Die meisten Spots sind Riffbreaks mit schnellen, kraftvollen Wellen – die Kapverden passen zu Fortgeschrittenen und Erfahrenen.
Wann ist die beste Zeit zum Surfen?
November bis März bietet die besten Bedingungen für die Riffbreaks.
Brauche ich einen Neoprenanzug?
Meist nicht. Das Wasser hat im Winter rund 21–23 °C und ist im Sommer wärmer, Boardshorts oder Lycra reichen für die meisten.
Wie komme ich hin?
Die meisten Flüge gehen nach Sal, teils mit Umstieg. Rechne mit 6–10 Stunden Reisezeit aus Deutschland.
Kapverden oder Taghazout?
Taghazout ist besser für Anfänger und einfache Anreise. Die Kapverden sind besser für Erfahrene, die wärmeres Wasser, kraftvollere Wellen und weniger Andrang suchen.
